Archiv für die Kategorie „Fonds“

ETFs müssen nicht günstig sein

Montag, 14. Mai 2012

Die Vorteile von Exchange Traded Funds liegen maßgeblich in knallhart kalkulierten Managementgebühren. Bei kleineren Anlagebeträgen und insbesondere Sparplänen konterkarieren die Anschaffungsnebenkosten (Ordergebühren des Kreditinstituts, ggf. Courtage) jedoch die Kosteneffizienz. Aktiv gemanagte Fonds, die qualitativ überzeugen, brauchen den Vergleich mit ETFs nicht zu scheuen. Für Anleger sind sie, wenn auch nicht unbedingt über die Hausbank, häufig ohne Ausgabeaufschlag erhältlich.

Publikumsfonds

Mittwoch, 18. April 2012

Unter einem Publikumsfonds versteht man einen Investmentfonds, der für jedermann zum Zwecke der Geldanlage offen steht, somit auch für “das breite Publikum“. Eine Restriktion besteht gegebenenfalls lediglich in Form von Mindestanlagebeträgen, die jedoch in aller Regel nicht derart hoch bemessen sind, als dass sie für typische Kleinanleger eine Barriere darstellen würden. Von Publikumsfonds abgrenzen lassen sich Institutionelle Fonds, Interne Fonds sowie Geschlossene Fonds. Letztgenannte zählen nicht zu den (offenen) Investmentfonds, sondern stellen unternehmerische Beteiligungen dar; sie unterstehen entsprechend auch nicht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Institutionelle Fonds stehen nur Anlegern offen, die seitens der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft als institutionelle Anleger klassifiziert wurden. Hierunter fallen beispielsweise Kreditinstitute, Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen und andere professionelle Geldanlageinstitutionen. Die betreffenden, nur dieser engen Zielgruppe zugänglichen Investmentfonds sind in aller Regel durch geringere laufende Verwaltungsgebühren, einen Verzicht auf Ausgabeaufschläge sowie sehr hohe Mindestanlagesummen gekennzeichnet.
Interne Fonds werden bisweilen im Rahmen von fondsgebundenen Versicherungen verwendet. Sie setzen sich mitunter aus konventionellen Publikumsfonds zusammen, sind teils auch individuell von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, gegebenenfalls Kapitalanlagegesellschaft aufgelegt worden und nur im jeweiligen Versicherungsmantel verfügbar, also nicht für den freien öffentlichen Vertrieb zugelassen.
Publikumsfonds lassen sich grundsätzlich bei jeder Bank oder Sparkasse erwerben. Einen Rabatt auf den üblicherweise erhobenen Ausgabeaufschlag beim Kauf der Fonds erhält man häufig bei einer Vermittlung durch unabhängige Finanzdienstleister.

Zinsen sparen

Dienstag, 10. April 2012

Die mickrigen Zinsen, die zurzeit für Spareinlagen und Tagesgelder gezahlt werden, bieten auf längere Sicht kaum einen Kaufkrafterhalt aufgrund der Inflation. Derartige Geldanlagen sollte man sich über den Notgroschen hinaus sparen. Man kommt bei derart niedrigen Zinsen nicht umhin, längerfristig bei der Geldanlage zu planen, beispielsweise über Sparpläne, die man auch längere Zeit durchhält. Fonds sind hierbei konkurrenzlos.

Riester-Förderung nutzen

Mittwoch, 4. April 2012

Die Riester-Rente wurde seitens des Gesetzgebers eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, staatlich reguliert und gefördert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung kompensieren zu können. Anreiz hierfür ist die staatliche Förderung, die man entweder als Mitnahmeeffekt betrachten kann, wie es durch einige Produktanbieter propagiert wird, oder aber als zielgerichteten Einsatz für einen höheren Lebensstandard vor dem Hintergrund eines abgesenkten Rentenniveaus in Verbindung mit einer statistisch höheren Lebenserwartung bei einer unklaren, tendenziell wohl längeren Lebensarbeitszeit auffassen kann und zusätzlich zu bereits bestehenden Vorsorgeformen, mit oder ohne staatliche Förderung, nutzen kann. Ursprünglich waren nur Versicherungen als Produktanbieter zugelassen. Der Kreis der zulässigen und zertifizierten Produkte wurde jedoch stetig erweitert.
Was die Förderung betrifft, ist diese abhängig von den persönlichen individuellen Verhältnissen hinsichtlich beruflicher Stellung und Familienstand. Einkommensgrenzen gelten allerdings nicht. Wer gefördert wird, bei dem ist es unerheblich, welche Form der Riester-Rente er sich aussucht. Die Höhe der Förderung ist überall identisch, egal ob Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan oder Eigenheimrente die Altersvorsorge aufpäppeln sollen. Bei der Eigenheimrente, besser bekannt als Wohn-Riester ist besonders interessant, dass hierbei kein direkter Vermögensaufbau stattfindet, der im Alter eine zusätzliche Rente generieren würde, sondern die private Immobilie als Instrument der privaten Altersvorsorge direkt gefördert wird. Dies funktioniert dadurch, dass die Zulagen im Rahmen der staatlichen Riester-Förderung als Sondertilgung in die für die Baufinanzierung aufgenommen Darlehen einfließen, was zu einer schnelleren Entschuldung führt.

Rabattmöglichkeiten

Dienstag, 6. Dezember 2011

Fonds und Finanzierungen haben auf den ersten Blick wenig gemein. Fonds sind tendenziell eher interessant für Leute, die zu viel Geld haben und dieses ertragreich anlegen möchten. Eine Baufinanzierung hingegen benötigt, wer Wohneigentum erwerben möchte, das notwendige Kleingeld jedoch gerade nicht vollständig flüssig hat. Dennoch gibt es zwischen beiden Finanzprodukten einige Parallelen. Man kann nämlich bei Beiden nicht unwesentlich sparen. Wie jeder gute Kaufmann zu berichten weiß, liegt der Profit vornehmlich im Einkauf. Übertragen auf Fonds sind es Ausgabeaufschläge, die man beim Kauf sparen kann. Dies erfordert im Vorfeld nur wenig Arbeit für den Kunden. Ein Vergleich mehrerer Anbieter filtert schnell diejenigen heraus, die Sonderkonditionen gewähren, indem sie Rabatte auf die Ausgabeaufschläge einräumen, so dass man Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben kann. Bei einer Immobilienfinanzierung für selbstgenutztes Wohneigentum lassen sich analog Rabatte auf die Standardkonditionen erzielen, sogar auf die ohnehin schon günstigen Zinssätze von Förderdarlehen der öffentlichen Hand.

Riester-Rente mit Fonds

Mittwoch, 9. November 2011

Bei der Riester-Rente bestehen zwei Möglichkeiten, in Investmentfonds zu investieren. Zum einen besteht die Möglichkeit, in eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung zu investieren. Zum anderen, und dies ist in aller Regel die kostengünstigere Möglichkeit, lassen sich sogenannte Riester-Fonds ansparen. Unter Riester-Fonds versteht man diejenige Variante der Riester-Rente, bei der der Anleger seine Beiträge in einen oder mehrere Investmentfonds investiert. Es handelt sich somit um einen Fondssparplan, der aufgrund der Zertifizierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht berechtigt ist, die staatliche Riester-Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen zu empfangen. Darüber hinaus berechtigen die Beiträge zu einer als Fondssparplan ausgestalteten Riester-Rente ebenso wie bei Riester-Rentenversicherungen, Riester-Banksparplänen und bei der Eigenheimrente (Wohn-Riester) zum Sonderausgabenabzug bei der Einkommensteuerveranlagung.
Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass über einen Riester-Fondssparplan grundsätzlich die Möglichkeit besteht, die höchste Rendite und damit eine möglichst hohe Rente zu erzielen aufgrund des in den jeweiligen Fonds oftmals hohen Aktienanteils. Bei starken Schwankungen realisiert der Anleger, wie bei konventionellen, also nicht staatlich geförderten Fondssparplänen, einen durchschnittlich günstigeren Einstiegskurs im Vergleich zu einer Einmalanlage.
Riester-Fondssparpläne sind grundsätzlich seitens der Anbieter etwas flexibler ausgestaltet, was unregelmäßige Zuzahlungen zusätzlich zum i.d.R. monatlichen Regelbeitrag betrifft. Hinsichtlich der Höhe der staatlichen Förderung bestehen keinerlei Unterschiede zwischen Riester-Fonds und den anderen Varianten der staatlich geförderten zusätzlichen privaten Altersvorsorge. Ebenso besteht bei einem planmäßigen Vertragsverlauf, also abgesehen von vorzeitigen Verfügungen, in keinem Fall ein Verlustrisiko, da die Eigenbeiträge nebst Altersvorsorgezulagen zum Rentenbeginn garantiert sind.

Jetzt einsteigen?

Freitag, 4. November 2011

Nach der überraschenden Zinssenkung ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sich die Aussichten von Dividendentiteln unter sonst gleichen Umständen auf mittlere Sicht verbessert haben. Aus Gründen der Kosteneffizienz und der besseren Diversifikationsmöglichkeiten mit insbesondere kleineren Anlagevolumina empfehlen sich für einen Einstieg Fonds, genauer gesagt bewährte Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Jetzt Fonds kaufen?

Freitag, 21. Oktober 2011

Die Finanzkrise hat dafür gesorgt, dass die Börsen ziemlich auf Talfahrt gegangen sind. Erfahrene Anleger sind sich unschlüssig, ab sie derzeit Neuengagements in Fonds eingehen sollen oder lieber längerfristig und sicherheitsorientiert kapitalbildende Versicherungen abschließen sollen, noch bevor diese aufgrund einer Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ab kommendem Jahr unattraktiver werden.

Beides muss sich nicht ausschließen, gibt es doch spezielle Fondspolicen: Investmentfonds werden im Rahmen von Renten- und Lebensversicherungen hauptsächlich deshalb zur Anlage der Sparbeiträge gewählt, weil nach den Erfahrungen über einen sehr langen Zeitraum mit Aktienanlagen langfristig eine höhere Rendite erwirtschaftet werden konnte als mit einer vergleichsweise konservativen Anlage der Anlegergelder durch die Versicherungsgesellschaften selbst. Entsprechend werden üblicherweise zu Vertragsbeginn vornehmlich Aktienfonds gewählt, um mit Hilfe der Fonds die Chancen der Aktienmärkte über einen möglichst langen Zeitraum nutzen zu können. Eine reine Fondspolice kostet jedoch um einiges mehr als eine Direktanlage in Fonds über einen Sparplan, erst recht, wenn man die Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen kann. Sinnbehaftet sind Fondspolicen in der Regel erst dann, wenn sie neben einer günstigen Kostenstruktur auch “Zutaten” beinhalten, die ein konventioneller Fondssparplan nicht bieten kann. Gute Fondspolicen bieten zum Beispiel auf Wunsch ein kostenloses automatisches Ablaufmanagement. Dies bedeutet, dass mit Heranrücken des planmäßigen Vertragsendes zum Ablauf der Police hin sukzessive das investierte Geld abgeltungssteuerfrei von risikoreicheren Aktienfonds in schwankungsärmere, wertstabilere Anlagen umgeschichtet wird. Dadurch wird verhindert, dass mögliche Kursrückschläge gegen Laufzeitende das Vermögen, das häufig als Baustein für die Altersvorsorge eingeplant ist, schmälern, ohne dass die Chance besteht, diese Rückschläge rechtzeitig wieder aufzuholen. Neben diesem automatischen Ablaufmanagement gibt es darüber hinaus auch einige Anbieter, die zwar risikoreicher investieren, aber dennoch eine Garantie (in wenigen Fällen darüber hinaus sogar eine garentierte Mindestverzinsung) bieten. Auch dies kann ein reiner Fondssparplan nicht ohne Weiteres bieten.

Rentenerhöhung

Freitag, 15. Juli 2011

Die Renten wurden zum 1.7. um 0,99 Prozent erhöht. Das ist gut. Auch gut ist, dass nach der jetzigen gestzlichen Regelung eine Kürzung der Altersrenten vom Tisch ist. Schlecht ist allerdings, dass künftig immer weniger von den 100 Prozent Rente, die sich Jahr für Jahr leicht erhöhen (können, sofern es keine Nullrunde gibt) auskömmlich oder überhaupt leben können, also nicht auf zusätzliche Hilfen oder Jobs angewiesen sind. An privater Altersvorsorge, frühzeitig und planmäßig, führt für praktisch alle Arbeitnehmer kein Weg vorbei. Beweisstück A ist die jährliche Rentenmitteilung, deren Zahlenwerk mit den entsprechenden Erläuterungen man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Wie man sich selbst seine Rente erhöht, ist eigentlich zweitrangig. Je flexibler man bleiben möchte, desto eher kommen Fonds ohne Ausgabeaufschlag über Sparpläne in Betracht. Wenn eine möglichst hohe staatliche Förderung ausschlaggebend sein soll, drängt sich Riester auf.

Günstiger investieren

Dienstag, 14. Juni 2011

Der Profit liegt im Einkauf, besagt eine alte Kaufmannsweisheit. Mit gewissen Einschränkungen lässt sich dies auch auf die Geldanlage übertragen. Weil etwas zurzeit billig ist, bedeutet dies zwar nicht automatisch, dass es in absehbarer Zeit wieder im Preis steigen wird; die Chancen hierfür stehen jedoch auf längere Sicht besser, als wenn die Kurse bzw. bereits zum Einstiegszeitpunkt oben sind. In jedem Fall senkt man sein Risiko dadurch, dass man nicht einzelne Titel erwirbt, sondern sich auf langjährig erfolgreiche Fonds beschränkt, die in dem jeweiligen Marktsegment erfolgreich agiert haben. Die Renditechancen erhöhen sich für den Anleger dadurch, dass man Fonds ohne Ausgabeaufschlag kauft, wie es bei einer Vermittlung durch unabhängige Finanzdienstleister vielfach möglich ist.